Tutzings ältestes Gebäude, das Vetterlhaus, entstand im 17. Jahrhundert. Es hat ein gemauertes Erdgeschoss, sein Obergeschoss wurde in Blockbauweise erstellt. Es steht unter Denkmalschutz. Der Name bezieht sich auf eine Familie Vetterl, die seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts dieses Haus bewohnte.

Das Vetterlhaus ist eines der letzten erhaltenen Überreste des alten Dorfes Tutzing und vermittelt einen guten Eindruck von der Bauweise der einfachen Bauern- und Fischeranwesen. Selbst wenn das auch als „Hüthaus" bezeichnete Haus nur ein Drittel der Größe eines Fischerhauses des 18. Jahrhunderts ausmachte, ist die enorme Verschiebung des Maßstabes innerhalb des Ortsbildes beeindruckend. Sie entspricht dem Wandel vom bescheidenen, kleinbäuerlichen Dorf zum Villenort und zur Fremdenverkehrsgemeinde der späteren Jahre.